Erbsenzähler

3. Januar 2014

Im Juni habe ich auf nachtkritik.de einen Hinweis auf die Shakespeare-Ausgabe von Frank-Patrick Steckel im Laugwitz-Verlag publiziert. Im November ist der neuste Band der Ausgabe erschienen, Anthony and Cleopatra. Uwe Laugwitz, der Verlagsleiter, hat mir ein Exemplar zugeschickt, nachdem wir uns im Sommer kurz über einige Formulierungen in meiner Kritik ausgetauscht haben.

Ich hatte damals den sensiblen Umgang mit der Vorlage gelobt, die gleichwohl nicht nur was für Editionsfreaks wie den kleinen Philologen ist, sondern vor allem und besonders etwas für Leser ist, die Spaß an Shakespeare haben oder auch künstlerisch mit ihm arbeiten möchten. Aus meiner Sicht waren einige Formulierungen im Nachwort zur Editionspraxis etwas missverständlich, was ich in der Kritik angedeutet habe. Das hatte ich vor allem getan, um die so begrüßenswerte Ausgabe gegen editionsphilologische „Erbsenzähler“ (so seinerzeit meine Formulierung) in Schutz zu nehmen. In Steckels jetzt vorliegender Neuübersetzung von Anthony and Cleopatra präzisiert Laugwitz das Wiedergabeprinzip, so dass da wohl nichts mehr zu befürchten ist. Zudem nimmt er sich nun die „stilometrischen Erbsenzähler“ in der Shakespeare-Forschung vor (vgl. Uwe Laugwitz: Nachwort, in: William Shakespeare: The Tragedy of Anthony and Cleopatra / Antonius und Cleopatra. Übers. v. Frank-Patrick Steckel. Buchholz: Laugwitz 2013, S. 279-286, das Zitat S. 281).

Er kann im Rückgriff auf die Forschung wahrscheinlich machen, dass „der Setzer im Falle von Anthonie and Cleopatra nicht immer sorgfältig gearbeitet hat“ (ebd.). Wenn dem so ist, bleibe, so Laugwitz, letztlich nur die Möglichkeit, das Stück bei Überlegungen zu Shakespeares Stil und Metrik nicht zu berücksichtigen. Derart betrachtet, erledigen die Erbsenzähler nicht nur eine ganz und gar überflüssige Arbeit – sie zählen außerdem etwas, von dem sie zwar annehmen, dass es Erbsen sind. Aber vermutlich ist dem gar nicht so. Mit Shakespeare-Philologie hat deren Kritelei an Stil und Metrik nichts zu tun. Zumindest dann nicht, wenn man Philologie als Liebe zum Wort und am Sprechen begreift. Wie sagt Antonius zu Cleopatra in I,1 doch so treffend: „There’s beggery in the loue that can be reckon’d“.


Die Nathan-Parabel

9. Dezember 2013

Einst schrieb der fünfzigjährige Gotthold Ephraim Lessing ein Theaterstück. Das Leben hatte ihm zuletzt sowohl beruflich als auch privat übel mitgespielt, trotzdem legte er mit Nathan der Weise ein Stück vor, mit dem er sich in die Literaturgeschichte geschrieben hat. 1779 war das.

Und weil zu Lessings Zeit dauernd Raubdrucker Bücher von prominenten Schriftstellern kopierten, um damit unabhängig vom Autor Reibach zu machen (ein wirkliches Urheberrecht gab es nicht), entwickelte Lessing ein Subskriptionsprinzip: Er kündigte den Nathan an verschiedenen Stellen an und forderte seine Leser auf, die Erstauflage über Buchhändler zu bestellen.

In diese Erstauflage haben sich jedoch zahlreiche Fehler eingeschlichen. Als es kurz nach dem Erscheinen zu einer zweiten Auflage kam, konnte Lessing einige Fehler korrigieren lassen. Noch im selben Jahr erschien eine dritte, von Lessing autorisierte Auflage. Da er im Februar 1781, also knapp anderthalb Jahre später, starb, wurde keine weitere Ausgabe mehr veröffentlicht, die für sich beanspruchen kann, von Lessing autorisiert zu sein.

Welche Ausgabe aber ist nun der ‚wahre‘ Nathan?

Konstellation und Frage erinnern frappierend an die der Ringparabel im Nathan. Und ähnlich wie dort fällt die Antwort aus. Allerdings nicht ganz, wie ihr gleich lesen werdet. Konkret darüber nachgedacht hat eigentlich nur der Lessing-Kenner und Editionsphilologe Winfried Woesler zusammen mit Dieter Neiteler. Sie haben die Ergebnisse ihrer Arbeit vor knapp 15 Jahren vorgelegt („Zur Wahl der Textgrundlage einer Neuedition von Lessings Nathan der Weise„, in: Lessing-Yearbook 31 (1999), S. 39-64). Ich fasse sie knapp zusammen.

Klar ist zunächst eins: Wie bei der Ringparabel dürfen wir nicht davon ausgehen, dass eine der drei Fassungen vom Nathan der ‚wahre‘ respektive ‚echte‘ Nathan ist – in dem Sinne, dass wir sagen können: So hat sich Lessing das exakt Wort für Wort, Punkt für Punkt gedacht. Den Druck, den der damals berühmte Berliner Verlag Voß verantwortet hat, hat Lessing nur aus der Ferne begleiten können. Die schließlich publizierten drei Fassungen vom Nathan haben im Großen und Ganzen zwar den Vorstellungen des Autors entsprochen. Aber im Detail gibt es von Lessing noch unbedachte Formulierungen und Druckerfehler, die er vermutlich gerne korrigiert hätte, aber nicht hat. Es gibt Hinweise, die das bestätigen. Diese Situation konnte bei allen drei Druckgängen  überhaupt nur eintreten, weil es zu umfassenden Fahnenkorrekturen mit mehreren Korrekturdurchläufen, wie es heute gang und gäbe ist, nicht kam.

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In der Geschichte der Nathan-Ausgaben ereignete sich nun in etwa eine Dynamik, wie sie ansatzweise auch in der Ringparabel angedeutet wird: Jeder meinte, den wahren Ring zu besitzen, niemand dachte über seine genaue Geschichte nach. Das gilt für die ganz überwiegende Mehrheit der Nathan-Ausgaben. Sie haben zumeist nicht den originalen Druck als Textgrundlage gewählt, sondern die historisch-kritische Ausgabe von Karl Lachmann und Franz Muncker aus dem späten 19. Jahrhundert. Die beiden Philologen legten die dritte Ausgabe zugrunde, weil sie sie als „Ausgabe letzter Hand“ betrachtet haben. Allerdings heißt das im Fall dieser Ausgabe zunächst lediglich, dass Lessing diese Ausgabe autorisiert hat, nicht aber dass sie in besonderem Maße seinem Willen entspricht.

Hätte man in den vergangenen 100 Jahren etwas genauer nachgesehen, wäre vielleicht dem einen oder anderen Nathan-Herausgeber aufgefallen, dass Muncker selbst in einem späteren Band der historisch-kritischen Ausgabe erste Zweifel an dieser Entscheidung angemeldet hat. Trotzdem sind spätere Editoren fröhlich der Entscheidung für die dritte Ausgabe gefolgt.

Einen etwas anderen Weg geht der von Klaus Bohnen und Arno Schilson herausgegebene Nathan im Deutschen Klassikerverlag. Da in dieser von Wilfried Barner verantworteten Werkausgabe stärker als sonst üblich die Rezeption der Werke berücksichtigt werden soll, legt sie die erste Ausgabe, die Subskriptionsausgabe, zugrunde.

Woesler und Neiteler haben überzeugend dargelegt, dass aus verschiedenen Gründen die mittlere Ausgabe diejenige ist, die den Vorstellungen Lessings besonders nahekommt. Sie haben also unsere Parabel nicht dahingehend aufgelöst, dass es die eine ‚wahre‘ direkt vom ‚Vater‘ überantwortete Ausgabe gibt. Aber es gibt immerhin Gründe, warum man sich nicht an die beiden anderen halten sollte, wenn man möglichst ‚viel‘ Lessing haben möchte, sondern an diese mittelere.

Der Aufsatz von Woesler und Neiteler wird bisher zwar in der Fachforschung immer mal wieder erwähnt, er zeitigte bisher aber keine Folgen in der Editionspraxis. Deswegen ist der kleine Philologe froh, dass nun endlich eine Nathan-Ausgabe vorliegt, die diese Überlegungen umsetzt, und auch ein wenig stolz, dass sein Name als einer der beiden Herausgeber dort zu lesen ist. IMG_0061Uns Herausgebern ist durchaus klar, dass die Ausgabe nicht alle Ansprüche der großen Philologen erfüllt. Aber eine Studienausgabe, die immerhin RECLAMieren kann (soviel Wortspiel muss sein), eine bessere Textgrundlage zu haben als die historisch-kritische Ausgabe, ist ja keine schlechte Sache.

Zeigt sich einst, dass, anders als wir denken, doch davon ausgegangen werden muss, dass alle drei Ausgaben ähnlich weit von Lessings Vorstellungen entfernt sind, würde freilich aus der Nathan-Parabel schließlich doch noch eine wahre Ringparabel mit ‚unwahrem‘ Nathan.


Aktion: Bilanz- und Empfehlungsvergleich

30. November 2013

Auf dem befreundeten Blog Notizhefte findet Ihr eine schöne Weihnachtsaktion, von der nicht nur alle profitieren können, die noch keine Ideen für Weihnachtsgeschenke haben, sondern auch die, die noch nach Ideen suchen: Aktion: Bilanz- und Empfehlungsvergleich.

In diesem Sinne einen schönen ersten Advent!


Sensation

26. August 2013

Ihr habt bestimmt mitbekommen, dass im September die historisch-kritische Ausgabe von Jüngers In Stahlgewittern bei Klett-Cotta erscheint. Es gab schon einige Vorberichte, die Werbetrommel wird gerührt.

Jeder, der sich auch nur ansatzweise mit dem Buch befasst hat, wird bestätigen, dass eine solche Ausgabe überfällig ist. Man kann zu dem Buch stehen, wie man will: Es gibt wohl kein zentrales Werk der deutschen Literatur, das häufiger und entscheidender von seinem Autor überarbeitet wurde als In Stahlgewittern. Und genau deswegen ist zunächst mal Freude und gewiss auch eine Portion Dankbarkeit angesagt, dass Helmuth Kiesel dies Unterfangen angegangen ist und nun zum Abschluss gebracht hat.

Über was man sich hingegen ein wenig amüsieren darf, ist die Ankündigung des Verlags. Er erklärt die Ausgabe nämlich zu einer „editorischen Sensation“. Eine ‚Sensation‘ ist m.E. ein Ereignis, das nicht nur außergewöhnlich ist, sondern etwas bietet, womit niemand gerechnet hat. Um klar zu machen, was ich meine: Es war keine Sensation, dass die Bayern die CL gewonnen haben, sie waren gewissermaßen ‚dran‘. Es war aber eine Sensation, dass Guardiola zu den Bayern gekommen ist, weil noch nie ein spanischer Trainer von Rang nach Deutschland gekommen ist – zumal da er zum Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung kein Wort Deutsch sprach und weil (sorry München) London z.B. dann doch noch ein wenig mehr zu bieten hat.

Als ich die Ankündigung von der „Sensation“ gelesen habe, habe ich mir vorgestellt, wie Jünger selbst wohl bei einer solchen Wortwahl reagiert hätte. Vermutlich hätte ein feines Lächeln seine Lippen umspielt. Aus Respekt vor seinem Verlag hätte er die jungen Leute in dessen Presseabteilung aber vielleicht gewähren lassen.

Auf was ich hinaus will? Eine Sensation ist die Ausgabe selbstredend nicht, eben weil sie, wie gesagt, fällig war. Jeder wusste, dass es verschiedene Ausgaben gibt. Jeder wusste, dass Klett-Cotta die Rechte hat. Jeder wusste, dass Helmuth Kiesel ein hervorragender Kenner Jüngers ist und mehr als nur ein wenig Ahnung von Editionsphilologie hat. Das Buch überrascht einfach nicht, auch wenn es vielleicht begeistern wird. Menschen, die sich mit dem Buch befassen, werden verdammt froh sein, wenn sie nun endlich die historische Genese der Fassungen kompakt mit den zwei Bänden rekonstruieren können. Aber eine bibliophile Sensation sind sie gewiss nicht.

Das war vielleicht die Autobiographie von Mark Twain im letzten Jahr, weil sie anders als im Falle von In Stahlgewittern Texte zutage förderte, mit denen man zwar gerechnet hatte, die aber immerhin niemand kannte. Aufbau nennt sie (und also mit etwas besseren, wenn auch nicht mit wirklich guten Gründen) ebenfalls eine „Sensation“.

Eins freilich sei eingestanden; Jünger hätte darauf vielleicht auch hingewiesen: Im Französischen betont ’sensation‘ weit mehr als im Deutschen, den Eindruck den ein Ereignis auf die Sinne macht. Wenn ich in ein paar Wochen die beiden dicken Bände in den Händen halte, werde ich vielleicht einen Moment beeindruckt sein. So ging’s mir zumindest, als ich Twains Autobiographie erstmals in die Hand nahm. Vielleicht denke ich dann sogar ob des Ausmaßes der Überarbeitungen Jüngers: „Sensationell!“ Aber ob ich das denke oder nicht, dass darf der Verlag gerne mir überlassen. Vielleicht findet sich ja der eine oder andere Leser, der ihm mitteilt, für wie sensationell er das Buch hält. Dann darf der Verlag damit gerne werben.

Einstweilen aber hat er das gemacht, was man nicht unbedingt von ihm erwarten muss, was aber an sich seine vornehmste Pflicht war: nämlich eine historisch-kritische Ausgabe vom kontrovers diskutiertesten Buch in seinem Sortiment und von einem seiner zentralen Autoren.


Fahnenkorrektur

22. August 2013

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Lesen gefährdet ihre Gesundheit

27. Mai 2013

Schon früh habe ich mit dem Lesen angefangen, noch während der Schule, nicht erst an der Uni. Ich lese also schon lange und das merke ich immer deutlicher. Kein Wunder. Immerhin habe ich früh diese dicken, alten Bücher gelesen, die man zum Schutz der Allgemeinheit nur in Sonderlesesälen lesen darf. Sogar noch nach dem Examen.
Neulich war ich beim Arzt. Bereits beim Reinkommen meinte er: „Sie lesen, oder?“
Ich wurde rot, schaute zu Boden und meinte: „Ja, schon … Aber nicht viel! Und ich treibe auch Sport.“
„Was soll ich groß sagen? Die Folgen vom Lesen sind ja allgemein bekannt. Ich verstehe einfach nicht, wie man heute noch lesen kann. Zum Glück greift die Gesundheitsaufklärung. Meine Patienten unter 20, da liest kaum noch einer. Aber bei den älteren, man wundert sich immer wieder. Aber vielleicht verstehe ich es auch deswegen nicht, weil mich das Lesen nie interessiert hat.“
„Haben sie nie gelesen?“
„Einmal hatte ich ein Mädchen kennengelernt, das gerne gelesen hat. Da habe ich mir ein Sahr…, Sohr… Eins von diesen Intellektuellenbüchern…“
„Suhrkamp!“
„Ja, Suhrkamp, gibt es die noch?“
„Komplizierte Geschichte.“
„Habe ich auf jeden Fall nie fertig gelesen. Aber jetzt zu ihnen.“
Ich schilderte ihm meine Wehwehchen. Aber eigentlich war schon klar, was kommt: mehr Bewegung, gesünder essen, weniger lesen oder es sogar ganz einstellen. Auf keinen Fall mehr diese dicken, komplizierten, wirklich schwer bekömmlichen Bücher. Eine Krimi von Zeit zu Zeit – wenn ich partout nicht ohne könne, dann solle ich mich auf Krimis beschränken. Und auf keinen Fall Lyrik. Die Folgen von Lyrik würden wahnsinnig unterschätzt.
Ich war fertig, denn er war sehr drastisch. Mit hochrotem Kopf verließ ich die Praxis.
Gleichzeitig musste ich mir eingestehen, dass was dran war an seiner Predigt. Das Lesen hat in meinem Leben deutlich Spuren hinterlassen. Über die gesundheitlichen Folgen muss man eh kein Wort verlieren. Aber seit sich die EU die Ächtung des Lesens auf die Fahnen geschrieben hat, wird man als Leser auch sozial zunehmend an den Rand gedrängt. Aus gutem Grund. Lesen macht einsam. Man muss sich nur mal klar machen, was man alles hätte tun können, während man auch nur ein Kapitel gelesen hat. Wie viele Statusmeldungen man hätte kommentieren können in der Zeit, wie viele Likes verteilen, wie viele Tweets abschicken, wenn man voll sozial vernetzt ist und nicht liest. Während der Lektüre eines Buches ist man doch vor allem eins: einsam.
Reflexartig wollte ich zum Taschenbuch greifen. Doch auf offener Straße ein Buch in die Hand nehmen? Wenn mich jemand sieht! Die Sehnsucht nach einem guten Buch als kleinem Trösterchen war riesengroß. An der nächsten Kreuzung war eine Eckkneipe. Aber seit man zum Lesen vor die Tür gehen muss, gehe ich da nicht mehr gerne hin. Da stehen dann all die, die es wirklich nötig haben. Dazu will man ja nicht zählen.
Lesen, das tun eigentlich nur noch Asoziale. Letztens habe ich auf RTL 2 eine Doku gesehen, da wurde sogar im Kinderzimmer gelesen – das ging selbst mir zu weit. Eigentlich bin ich ganz froh, dass inzwischen so deutlich vor dem Lesen gewarnt wird und dass man den Zugang zu Büchern immer mehr erschwert. Wenn ich an die Zeit zurückdenke, in der ich zu lesen anfing. In jedem Kaff ein Buchladen, oft auch zwei. Das kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen. Heute bestelle ich meine Bücher meistens über das Internet. Der Postbote lächelt zwar immer so wissend, aber gesagt hat er bisher noch nie was.
Wenn Gäste kommen, stehen die erst einmal vor dem Bücherregal: „Hast du die alle gelesen?“ Da wird man doch verlegen: „Nicht alle, aber die meisten.“ Die Blicke meiner Gäste wechseln dann zwischen Mitleid und Entsetzen. Mein Arbeitszimmer zeig ich dann lieber gar nicht erst…

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Es ist wohl an der Zeit, dass ich mir Gedanken mache. Die Blicke meines Hausarztes waren eindeutig. Aber so ganz ohne, das stelle ich mir sehr schwer vor. Die Krankenkasse bietet Kurse an: Nicht-Leser in 6 Wochen. Vielleicht wende ich mich mal an die. Oder ich versuche es sanft und nehme in den nächsten Urlaub nur Krimis mit. Nein noch besser: ich kaufe mir vor Ort nur diese eintönigen Regionalkrimis. Und immer erst den nächsten, wenn ich den vorhergehenden beendet habe.
Habt ihr erfolgreich das Lesen drangegeben? Vielleicht könnt ihr mir hier ein paar Kommentare hinterlassen, welche Erfahrungen ihr so gesammelt habt? Je länger ich drüber nachdenke, um so reizvoller finde ich den Gedanken. Allein das Geld, das ich auf diese Weise sparen könnte.


1. Oktober 2012


Schlussworte

27. März 2012

Beglückt beende ich eben ein Buch über Thomas Kling. Das darin abgedruckte Gespräch mit Franz Josef Czernin und Heinrich Detering beschließt Hubert Winkels mit einem Hinweis auf Klings Begräbnis (S. 415f.):

„Auch dies eine Art, den Toten zum Klingen zu bringen, mit ihm weiter zu machen – was wir auf ganz andere Weise ja auch hier tun -, ein Weitermachen, ein Weiterleben, vom Totenfest ausgehend…“

Selten ein Buch, bei dem Schlusssatz und Lektüreeindruck derart in Ein=Klang stehen!